Gewinner und Nominierte 2014

Franz Treichler

Gewinner 2014

Franz Treichler wurde 1961 in Freiburg geboren. 1983 absolvierte er das Konservatorium Lausanne in Virtuosität an der klassischen Gitarre und widmete sich danach der elektronischen Musik. Er war an der Eröffnung des Musikclubs Fri-Son beteiligt und zu Beginn der 1980er-Jahre in der Rock- und Alternativbewegung aktiv.

Franz Treichler

Reverend Beat-Man

Als Beat Zeller 1967 in der Nähe von Bern geboren, ist Reverend Beat-Man eine feste Grösse im Musikgeschäft. Im Alter von 13 Jahren versuchte er sich erstmals als Sänger und Musiker, 1986 gründete er die Band The Monsters, 1992 sein eigenes Label Voodoo Rhythm Records.

Reverend Beat-Man

Ensemble Phoenix Basel

Das Ensemble Phoenix Basel verfolgt seit seiner Gründung 1998 durch Jürg Henneberger, Christoph Bösch und Daniel Buess spannende Ansätze im Bereich der neuen Musik.

Ensemble Phoenix Basel

Hans Kennel

Nachdem er in den Sechzigerjahren als Pionier des Jazz gefeiert wurde und mit Grössen wie Kenny Clarke, George Gruntz und Irène Schweizer zu sehen war, führte er mit Habarigani Brass seine eigene, international anerkannte Jazzformation. Zwanzig Jahre später begann Kennel, der aus einer berühmten Schwyzer Volksmusikfamilie stammt, sich mit dem Erbe seiner engeren Heimat auseinanderzusetzen.

Hans Kennel

Norbert Möslang

Bekannt wurde er mit seiner «Geräuschemusik», die er zusammen mit Andy Guhl als Duo Voice Crack ab 1972 während ganzen dreissig Jahren inszenierte. Dabei verwendete er billige Konsumelektronik – Taschenlampen, Telefone, einfache Schaltungen – der er erstaunliche und bisweilen sehr poetische Geräusche entlockte. Dieses Konzept des «Hardware Hacking» wurde in der letzten Dekade bekannt und Möslang gilt international als dessen Pionier.

Norbert Möslang

Julian Sartorius

Nachdem er 2010 das zweite Album der Zürcher Sängerin/Songwriterin Sophie Hunger aufgenommen hatte, kreierte er einen Blog, in dem er während eines Jahres jeden Tag mit diversen Objekten einen neuen Rhythmus aufnahm. So entlockte er einer elektronischen Zahnbürste erstaunliche Klänge und brachte eine Toilettenspülung zum Singen.

Julian Sartorius

Andreas Schaerer

Als Beatboxer und Sänger gehört er zu den talentiertesten Geräuschkünstlern in Europa. So weiss er nicht nur eine ganze Palette von Perkussionsinstrumenten in Perfektion zu imitieren, sondern er bringt auch als Sänger eine Vielseitigkeit zu Tage, die ihresgleichen sucht.

Andreas Schaerer

Steamboat Switzerland

Das Ensemble spielt in den verschiedensten Kontexten der zeitgenössischen Musik, bewegt sich zwischen den unterschiedlichsten musikalischen Stilen und interpretiert Fremdkompositionen auf eine neuartige Weise.

Steamboat Switzerland

Marcel Oetiker

Als erster Schweizer hat er das Studium auf dem Schwyzerörgeli abgeschlossen und legt seitdem in seinem Schaffen den Fokus auf dieses Instrument. Er erweitert jedoch die Spielmöglichkeiten seines Instruments auf verschiedene andere Musikinstrumente aus und überträgt die traditionellen Spielmuster des Schwyzerörgeli auf andere Stile und Kompositionen.

Marcel Oetiker

Irene Schweizer

Sie gilt als Begründerin des europäischen Free Jazz. In ihrer vorwiegend autodidaktischen Ausbildung hat sie als Pianistin seit den Sechzigerjahren mit zahlreichen internationalen Musikern, unter anderem mit Louis Moholo, Pierre Favre und Han Bennik, zusammengearbeitet.

Irene Schweizer

Franco Cesarini

Er begann sein Studium in Flöte und Klavier am Conservatorio Giuseppe Verdi in Mailand, das er an der Hochschule für Musik in Basel fortführte. Später bildete er sich bei Hauswirth, Suter und Wildberger in Komposition, Theorie und Blasmusikdirektion weiter. Von 1989 bis 2006 war er an der Hochschule für Musik in Zürich als Dozent tätig.

Franco Cesarini

Corin Curschellas

Die Bündner Sängerin und Songwriterin kehrte nach 30-Jähriger Tätigkeit im Ausland, unter anderem in Berlin und Paris, zurück nach Rueun (GR). Seitdem beschäftigt sich Corin Curschellas intensiv mit dem rätoromanischen Volksliedgut. Sie arrangiert und interpretiert alte romanische Lieder neu und verleiht ihnen dadurch einen aktuellen, frischen Charakter.

Corin Curschellas

Erika Stucky

Nach ihrer Jazz- und Gesangsausbildung in Paris und dem Studium in Schauspiel am State College in San Francisco sang Stucky in verschiedenen Bands. Stucky spielt in ihren Performances mit den verschiedenen musikalischen Einflüssen und verbindet auf experimentelle, neuartige Weise Elemente aus der Volksmusik mit Jazz, Blues, Rock und Folk.

Erika Stucky

Mama Rosin

Mama Rosin sind seit 2007 fester Bestandteil der Westschweizer Musikszene. Die drei Genfer Robin Girod, Cyril Yeterian und Xavier Bray haben nicht den «klassischen» Werdegang eingeschlagen. Sie haben ihre Musik zuerst dem Original gegenübergestellt und sind dafür in die Sümpfe Louisianas gereist, um bis zu den Wurzeln vorzudringen.

Mama Rosin

Dragos Tara

Die Ursprünge von Dragos Taras Musik gehen ganz allgemein auf Volksmusik (Rock, Folk, Pop, osteuropäische, westafrikanische, teilweise asiatische Herkunft) zurück, auf Experimentalmusik im weiteren Sinn (Improvisationsmusik, Musik aus alternativen Kreisen, Geräuschmusik – «Bruitismus» oder «Noise»), aber auch auf gekonnte zeitgenössische Stücke (Gyorgy Ligeti, Helmut Lachenmann, Iannis Xenakis usw.) Dragos Tara betrachtet den Ton als Faktor für die soziale Verbundenheit und den Komponisten als Person, die die Verknüpfungspunkte je nach Situation neu erfindet.

Dragos Tara